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Vom unbefriedigten Wunsch schwanger zu werden

Meine Mama hat mir immer erzählt, sie hätte drei oder vier Jahre auf mich gewartet. Sie wurde einfach nicht schwanger. Irgendwann, als sie 26 war, hat es dann geklappt. So weit so gut - ich bin da. Später folgte auch mein kleiner Bruder.

So lang ich denken kann, wünsche ich mir für mein Leben zwei Kinder. Am besten einen Jungen und ein Mädchen. In der Reihenfolge, damit das Mädel später einen großen Bruder hat, der auf sie aufpasst. Schon vor unserer Hochzeit haben mein Mann und ich beschlossen, ein Kind zu bekommen. Alles war bestens vorbereitet. Wir hatten ein großes Haus mit Garten auf dem Land gemietet. Beide hatten wir feste Jobs und ein geregeltes Einkommen. Die ganze Familie wurde darüber informiert, dass wohl bald Nachwuchs zu erwarten sei. Das erste Mal ohne Verhütung miteinander schlafen war toll - ein Erlebnis. Am selben Abend fühlte ich mich schon schwanger. "Abwarten" sagte mein Mann. Ich zählte die Tage bis zu meiner nächsten Regel und suchte nach möglichen Anzeichen der Schwangerschaft. Leider kam die dumme Periode pünktlich... Na gut - einfach bis zum nächsten Eisprung warten. So ging das weiter und weiter. Ich verbrauchte einen Schwangerschaftstest nach dem anderen. Ich stellte das Rauchen ein. Wochen vergingen, Monate vergingen. Es tat sich nichts. In der Familie stellte sich Ungeduld ein. Fragen wurden gestellt. Alkoholische Getränke wurden mir angeboten mit der Erwartung, dass ich diese ablehnen würde. Mein Mann und ich hatten immer um den Eisprung herum Sex. Obwohl ich es liebe Sex zu haben wurde es irgendwann nervig. Sex wenn man müde war, Sex wenn man Kopfschmerzen hatte, Sex, Sex, Sex! Ich fing an Temperatur zu messen. Das nützte alles nichts. Ein Jahr war vergangen und wir waren immer noch nicht schwanger. Ein befreundetes Paar wurde schwanger - nach einem halben Jahr. Mann, war ich neidisch! Ich heulte Rotz und Wasser! "Du darfst einfach nicht daran denken, dann klappt es sicher!" war der Rat vieler Verwandter. Ja, vielen Dank für diesen überaus nützlichen Tipp! Ich wünsche mir nichts mehr als ein Baby. Alles dreht sich nur darum. Wie bitteschön soll ich denn aufhören daran zu denken?! Mein Mann und ich heirateten. Wir fingen wieder das Rauchen an. Alles lief so weiter. Schwanger wurden wir nicht. Schwangerschaftstests machte ich schon wie im Schlaf. Das Ergebnis immer negativ. Draussen sah ich überall Frauen mit dicken Bäuchen oder frisch gebackene Mütter. Ich bekam Wut! Ich war neidisch auf diese Frauen. Ich war sauer auf diese Frauen. Sauer auf die ganze Welt! 14-jährige Mädchen haben ungeschützt ihr Erstes Mal und werden schwanger. Frauen, die kein Baby wollen werden schwanger und stopfen ihr Kind nach der Geburt in die Mülltonne. Ich fand das alles so ungerecht! Es vergingen weitere Monate. In der Familie wünschte man sich sooooo sehr ein Enkelkind oder einen Urenkel. Irgendwann sagte ich allen, dass wir beschlossen hatten gar keine Kinder zu bekommen. Es wurde spekuliert, ob ich keine Kinder bekommen könnte. Ich fühlte mich ins Mittelalter zurückversetzt. Bekam man da als Frau des Königs keinen Thronfolger wurde man geköpft!!! Diese Zeit des Wartens erschien mir ewig. Sie war ewig! Drei Jahre waren irgendwann vergangen. Drei Jahre voller Verzweiflung, Wut, Neid und Trauer!

Mein Opa ist gestorben! Er war über 90 und hatte ein langes Leben gehabt. Viele Kinder und Enkelkinder. Ich denke, er muss zufrieden gewesen sein, als er starb. Aber es war furchtbar für mich. Noch nie ist eine mir nahestehende Person gestorben! Bei seiner Beerdigung habe ich mich an meinem kleinen Bruder festgeklammert und Bäche geheult! Das blöde Kinderbekommen-Thema war plötzlich kein Thema mehr. Ich hatte andere Sorgen! Und ZACK!!! Meine Tage blieben aus. Bis dahin noch nichts Besonderes, da das vorher schon öfter der Fall war und ich dann doch nicht schwanger war. Aber auch diesmal machte ich einen Test. Ich war mir sicher, dass dieser auch negativ ausfallen würde, aber plötzlich erschienen im Fensterchen zwei blaue Linien! Ich konnte mein Glück kaum fassen und sagte es meinem Mann. Der war auch überglücklich. Wir erzählten es sofort Famile und Freunden. - Was sich als Fehler herausstellte.

Ja, ich war schwanger und ich wurde danach noch zwei Mal schwanger. Ich wusste also, dass das doch funktioniert! Aber zu dem Thema ein andermal mehr!

So doof es klingt: Ein Kind kann man nicht erzwingen! Ich hätte nie gedacht, dass es bei mir so lange dauern würde, bis ich endlich schwanger werde! Bei manchen klappt es ungewollt, bei manchen klappt es sofort. Andere können nie eigene Kinder bekommen. Ich hatte nach allem das Glück, dass es irgendwann nach langer langer Zeit funktionierte. Und das wirklich in dem Moment, als ich nicht mehr an das Schwangerwerden gedacht hatte - leider gezwungenermaßen, da ja mein Opa gestorben ist. Ich kann nur sagen Kopf hoch und nach vorne sehen. Wer in der selben Situation ist, kann mir das gerne schreiben. Ich kann dazu noch viel erzählen - vielleicht auch trösten. 

Bis dahin, 

Ninchen

14.6.13 13:03


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Anfang

So, das wird nun mein erster Blogeintrag.

Da ich bei "Über mich" genug und doch nicht genug geschrieben habe, möchte ich das hiermit ersteinmal vervollständigen. Mein derzeitiger Standpunkt hier und heute: Mein Sohn macht gerade noch seinen Mittagsschlaf, mein Mann ist eigentlich noch bis Montag in Elternzeit und zuhause - gerade aber beim Doc. Ich versuche hier meinen ersten Blogeintrag sinnvoll zu erstellen. Keine Ahnung, ob das hier jemand liest oder gar gut findet. 

Mehr über mich: Ich, Ninchen, bin 25 Jahre alt. Ich hatte eine tolle Kindheit, begleitet von den besten Eltern und dem besten zwei Jahre jüngeren Bruder. Viele Freunde und tolle Verwandte. Schule, zwei Ausbildungen in Hotelfach- und Kauffrau. Zwei Jobs danach. Meinen Mann habe ich mit 17 kennengelernt. Mit 21 habe ich ihn geheiratet. Drei Jahre lang versuchten wir schwanger zu werden. Es klappte und klappte nicht. Auf dieses Thema werde ich später in einem Extra-Blog noch einmal näher eingehen. Irgendwann funktionierte es dann doch! Leider haben wir das Kind in der 10ten Woche verloren. Danach ein weiteres wieder in der 10ten Woche.  Auch zu diesem Thema möchte ich einen eigenen Blog schreiben. Ein Jahr später dann, bin ich mit Freddi schwanger geworden. Die Schwangerschaft verlief reibungslos. Die Geburt nicht - Notfallkaiserschnitt. Das Kind musste aufgrund eines sechsminütigen Sauerstoffmangels reanimiert werden. Die Ärzte sagten uns damals, dass unser Kind, wenn es das Ganze überhaupt überleben würde, mit 90%er Chance schwerbehindert wäre. Ein Schock! Ein Schock, dem danach eine Wochenbettdepression folgte. Mittlerweile ist Freddi ein Jahr alt und ihm geht es prima. Den Kaiserschnitt und das Drumherum habe ich aber bis heute nicht verarbeitet. Auch dazu möchte ich später noch mehr schreiben. 

Ich möchte in meinem Blog Erfahrungen austauschen. Mut machen, Tipps geben, berichten, Tagebuch führen, andere Meinungen hören. Vielleicht ist dies ja auch ein Weg, das Erfahrene verarbeiten zu können. Mein Blog heißt zwar Mamaleben. Natürlich sind aber auch Papas hier bestens aufgehoben. Mamasein ist wunderschön und zugleich schwierig. Überall scheinen sich plötzlich Differenzen aufzutun. Bald werde ich mehr schreiben. Mein Baby ist jetzt gerade wach geworden und stinkt!

Hoffentlich war das jetzt nicht zuviel geschrieben. :-)

Bis ganz bald - 

Euer Ninchen

14.6.13 11:21


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